Gesundheit

Schimmelpilz – was ist das?

Schimmel ist der umgangssprachliche Begriff für Schimmelpilze. Diese sind ein natürlicher Teil unserer belebten Umwelt und normalerweise harmlos. Übersteigt allerdings eine Schimmelpilzkonzentration ein bestimmtes Maß, so kann es zu schwerwiegenden gesundheitlichen Problemen für den Menschen kommen. Die Auswirkungen von Schimmelpilz in Innenräumen auf die menschliche Gesundheit sind ein vielfach diskutiertes, aber völlig unterschätztes Thema in der Öffentlichkeit.

Schimmel – sehr lästig und gesundheitsschädlich!

In den letzten Jahren haben Allergien, Unverträglichkeiten und ähnliche Krankheitserscheinungen stetig zugenommen. Trotz vieler Untersuchungen in diesem Bereich und verbesserten Behandlungsmethoden steigt die Anzahl der Allergieerkrankungen alle 10-15 Jahre um das Doppelte weiter an. Eine Vielzahl an Studien hat in den letzten Jahren bestätigt, dass ein direkter Zusammenhang zwischen Schimmelpilzbelastungen und Atemwegserkrankungen bzw. Allergien besteht. Regelmäßige Belastung des Organismus durch Schimmelbildung kann rasch zu Allergien, Vergiftungen oder Infektionen führen. Erste allergische Anzeichen sind häufiges Niesen, Reizungen der Haut und der Atemwege. Bestimmte Schimmelpilzarten können auch Leberschäden und schlimme Vergiftungen hervorrufen.

 

Schimmel verursacht

  • Allergien
  • Hauterkrankungen
  • Leberschäden
  • Schlimme Vergiftungen
  • Atemwegserkrankungen

 

 

 

Schimmelpilze – Welche Arten gibt es?

Es gibt über 100 Schimmelpilzarten, die sich besonders in Wohnbereichen bilden. Sobald ein Schimmel für das menschliche Auge sichtbar ist, sollte dieser so schnell wie möglich entfernt werden da dieser schwere gesundheitlich Schäden für den menschlichen Körper mit sich bringt.

Die häufigsten Pilzarten in Wohnungen sind unter anderem:

 

Aspergillus clavatus

Der Aspergillus clavatus gehört der Gattung der Grießkannenschimmel an und wächst vor allem in flachen und pelzartigen Kolonien. Aber auch in verwesenden Pflanzenteilen und tierischem Kot verbreitet sich der Aspergillus clavatus sehr gerne und besonders schnell. Mit einem Durchmesser von 20-30 Mikrometer löst diese Pilzart besonders starke Allergien bei Menschen aus.

 

Aspergillus flavus

Der Aspergillus flavus ist sehr weit verbreitet; sowohl auf Früchten, Gemüse, in Mehl, Heu aber auch auf Holz, Papier und Tapeten ist er wieder zu finden. In den eigenen vier Wänden fühlt er sich in feuchten Ecken wie beispielsweise im Badezimmer oder im Keller sehr wohl.

Besonders bei Menschen mit einem schwachen Immunsystem kann der Aspergillus flavus Allergien oder sogar Organe wie Lunge, Magen, Darm und das Nervensystem schädigen.

Aspergillus ochraceus

Der Aspergillus ochraceus Pilz kommt sehr häufig in Lebensmitteln vor, bevorzugt in Hülsenfrüchten. Diese Schimmelpilzart kann nicht nur zu allergischen Atemwegs- und Hauterkrankungen führen sondern auch das menschliche Immunsystem stark schwächen.

Bakterien und Viren

Nicht nur Schimmelpilze sondern auch Bakterien können starke gesundheitliche Beeinträchtigungen bei Menschen auslösen. Sowohl Bakterien als auch Viren halten sich mit Vorliebe in Raum-Belüftungsanlagen auf, die ihnen eine optimale Lebensbedingung bieten. Von dort aus verbreiten sie sich über die gesamte Wohneinheit.

Richtiges Lüften

Besonders in der Winterzeit genießt man die Wärme in den eigenen vier Wänden und vergisst meistens darauf zu lüften. Doch trotz der kalten Außentemperatur, sollte man mindestens einmal pro Tag frische Luft hinein lassen, um eine mögliche Schimmelpilzbildung zu vermeiden.

Speziell in sanierten Wohnungen sowie Neubauten ist das Schimmelpilzrisiko erhöht, da durch die modernen und dicht schließenden Fenster, die „Selbstlüftung“ nur noch gering gegeben ist. Deshalb sollte im Badezimmer unbedingt regelmäßig nach dem Duschen und Baden gelüftet werden. Wichtig hierbei ist auch, dass das Fenster nicht nur gekippt sondern völlig geöffnet wird.

 

Schimmel in der Wohnung - was jetzt wichtig ist!